Die neue Studie zur Versicherungsregulierung in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die von Prof. Dr. Martin Eling und Davide Oertle erarbeitet wurde, baut auf der Arbeit von Eling und Kilgus (2014) auf und kombiniert einen strukturierten Kriterienkatalog mit einer umfassenden Branchenbefragung. Sie analysiert die Wirksamkeit und Effizienz der aktuellen Regulierungssysteme und zeigt, dass Umfang und Komplexität der Regulierung weiter zugenommen haben. Gleichzeitig bestehen weiterhin Herausforderungen zwischen regulatorischer Konzeption und praktischer Umsetzung, insbesondere im Hinblick auf das Proportionalitätsprinzip.

Die Ergebnisse liefern neue empirische Evidenz zu Zielerreichung, Proportionalität und Vollzug und zeigen Unterschiede zwischen dem stärker prinzipienorientierten Swiss Solvency Test und dem detaillierteren Solvency-II-Rahmen. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen formulieren die Autoren drei zentrale Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Regulierung, darunter eine stärkere Risikoorientierung, eine frühzeitige Einbindung von Marktteilnehmenden sowie ein kontinuierliches Kosten- und Wirkungsmonitoring.

Die Studie richtet sich an Aufsichtsbehörden, Versicherungsunternehmen und den Gesetzgeber und versteht sich als Beitrag zu einem faktenbasierten, konstruktiven Dialog über eine wirksame und effiziente Regulierung.

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